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Attina, ein Partner der alles auf Digitalisierung setzt

Marion Reynaud, Marketing Manager - 06/01/23

(Mis à jour le 25/01/23)

Unser Partner Attina hat uns ein Interview gegeben, um uns Feedback über seine Nutzung der Coffreo-Lösung zu geben.

Können Sie uns Ihr Unternehmen und Ihre Software Attina vorstellen?

André Beier: Attina ist ein Produkt der ABC GmbH professionelle Software-Lösungen in Emmerich am Rhein. Vor über 20 Jahren habe ich ein Softwareunternehmen erworben, das Zeitarbeitssoftware angeboten hat. Ich bin zwar Betriebswirt, aber die Zeitarbeit kannte ich damals noch nicht. Ich fand das Projekt spannend und habe festgestellt, dass man Kunden nicht kaufen kann, sondern wirklich überzeugen muss. Wir haben uns dann bei und mit den Kunden neues Wissen angeeignet, um ein neues Produkt zu erschaffen.
2005 ist dann Attina entwickelt worden. Der Name Attina kommt von „att hinna“, was im Schwedischen „Zeit haben“ bedeutet.

 

Wir haben heute 15 Mitarbeiter und haben bereits 1998 mit Telearbeitsplätzen angefangen, um den Alltag unserer Mitarbeiter zu erleichtern. Wir haben also damals schon remote gearbeitet und für uns war das kein Neuland.
Wir sind ein familiengeführtes Unternehmen. Meine Tochter Leah ist hauptsächlich für den Vertrieb zuständig. Außerdem bilden wir auch selbst aus: fast das gesamte Team besteht aus Auszubildenden oder ehemaligen Auszubildenden, die wir dann weiter gefördert haben. Was interne Mitarbeiter angeht, ist der Turnover sehr gering.

Welche Branchen adressieren Sie?

Leah Beier: Die meisten unserer Kunden sind klassische Personaldienstleister. Wie haben auch ein spezielles Produkt für Personaldienstleister für die Event- und Gesundheitsbranche, das Planungsboard Plan B, weil diese spezifische Anforderungen haben.
Bei der Personaldienstleistung sind Sie meistens für einen längeren Zeitraum – bis zu 18 Monate – angestellt. In der Eventbranche und in der Pflege sind dagegen kurzfristige Tages- und Wochenendeinsätze häufig.

 

Wir haben also unser Basisprogramm, zu dem man noch on top verschiedene Module dazu buchen kann. Wir möchten unser Angebot immer möglichst passgenau auf die Anforderungen und Bedürfnisse unserer Kunden zuschneiden, je nach Anzahl der Nutzer des Systems, der aktiven Mitarbeiter etc. Der Kunde erhält somit kein fertiges Paket, sondern ein individuelles Angebot.

 

André Beier: Wir haben kein Callcenter, sondern wir bieten einen personenbezogenen Support an. Uns ist es wichtig, dass das persönliche Element da ist und dass Probleme in kürzester Zeit geklärt werden. Deshalb gehören kleine und mittelständische Unternehmen zu unserer Zielgruppe.

Die klassischen ERP-Systeme haben sich in den letzten Jahren sehr verändert. Welche Trends sehen Sie da in Zukunft?

André Beier: Wir stellen uns auf eine verstärkte Digitalisierung ein, die im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung bislang noch nicht sehr präsent ist. Wir haben in unserem Hause schon sehr früh mit der App-Entwicklung angefangen, das heißt, dass die Mitarbeiter auf ihren Handys Aufträge direkt bekommen.

 

Dazu habe ich ein Beispiel aus der Eventbranche. Wenn ich kurzfristig für Samstag hundert Personen für ein Event benötige, brauche ich keine Telefonliste mehr. Das Event wird einfach in das Planungsboard eingetragen und jeder erhält über seine App einen entsprechenden Push mit den Informationen über das Event, auf das man sich dann bewerben kann. Und der Erste, der sich bewirbt, wird dann sofort automatisch eingetragen und der Disponent muss dann nur noch bestätigen. Ohne eine digitale Lösung hat man 4 Stunden gebraucht, um 100 Personen mit ein paar Disponenten entsprechend einzurichten. Heute kann man das innerhalb von 15 Minuten erledigen. Durch die Digitalisierung holen wir ganz klar diesen Benefit heraus.

 

„Für eine Disposition mit 100 Personen in der Eventbranche hat man früher

4 Stunden gebraucht. Dank der Digitalisierung lässt sich dieser Prozess

jetzt innerhalb von 15 Minuten erledigen.“

 

Leah Beier: Die Kunden oder Interessenten fragen sehr oft die verschiedenen Möglichkeiten der Digitalisierung nach, aber die Umsetzung ist manchmal noch schwierig.
Viele interessieren sich für die App-Lösung, unser Dokumenten-Management-System oder die digitale Unterschrift mit Coffreo. Die konkrete Umsetzung bleibt aber noch erklärungsbedürftig.

 

André Beier: Es gibt im Moment eine Rückhaltung am Markt, die alle Branchen betrifft. Das erschwert eindeutig die wirtschaftliche Weiterentwicklung in Deutschland. Da muss einfach mehr geschehen und Unternehmen müssen die Digitalisierung mehr auf ihre Fahne schreiben.

Mit Coffreo kann man den ANÜV digitalisieren. Kosten entstehen dadurch nur, wenn der Kunde das System auch benutzt. Ist das ein Benefit für den Kunden?

André Beier: Ja, man sollte diesen Benefit nur richtig vermitteln. Hinter der digitalen Signatur steckt mehr und und  ist nicht vergleichbar mit einem klassischen Brief per Post.

 

Der ganze Prozess wird vereinfacht und beschleunigt, und viele Kunden sehen diesen Benefit noch nicht direkt. Sie realisieren nicht, welcher komplexer Prozess sich hinter den Kosten versteckt, wenn ein Disponent einen Vertrag erstellen muss. Diese versteckten Kosten muss man gut erklären.

 

Oft fehlen auch IT-Kenntnisse und die Affinität dazu. Ein Geschäftsführer, der alles schon über IT betreibt, lässt sich leicht von einer Digitalisierung-Lösung überzeugen. Die Unternehmensentscheider sollten frühzeitig die Mitarbeiter, die tatsächlich damit arbeiten, mit ins Boot holen.

 

Sie müssen die Benefits wie die Zeitersparnis verstehen. Deshalb ist es wichtig sie in die Gespräche
mit einzubinden.

Wieso haben Sie sich für Coffreo entschieden?

André Beier: Wir hatten mit Coffreo sehr überzeugende Gespräche und haben dann vorletztes Jahr das Projekt in Angriff genommen.

 

Der einfache Aufbau des Systems hat uns gefallen. Wir haben uns auch andere Mitbewerber des internationalen Markts angesehen, aber das einfache Handling von Coffreo hat uns überzeugt. Auch bei der Schnittstellen-Entwicklung sind wir gut betreut worden. Der menschliche Kontakt ist dabei auch entscheidend. Auch die Kostenstrukturen sind klar.

 

Leah Beier: Wenn wir ein Produkt anbieten, muss natürlich auch die Kostenstruktur mit unseren Partnern stimmen. Wir können unseren Kunden nicht eine hochpreisige Lösung anbieten, die sich in kleinen und mittelständischen Unternehmen nicht umsetzen lässt.

 

Mit Coffreo bezahlt man nur, wenn man die Lösung auch benutzt.

Welche Entwicklungsrichtung wollen Sie Ihrem Unternehmen geben? Wie sehen Sie das Jahr 2023 zwischen Konflikten und steigenden Energiepreisen?

André Beier: Wir erwarten noch mehr Digitalisierung, und Prozesse werden noch stärker automatisiert werden.

 

Wir haben für die Zeitarbeit unser Standardprodukt und unser Angebot für Event und Pflege, und ich denke, dass die Nachfrage in diesen Branchen weiter steigen wird, da dort dringend Personal benötigt wird.

 

Die Zeiterfassung ist ein wichtiger Bestandteil unseres Angebots. Die Pflicht zur Zeiterfassung stellt
viele Unternehmen vor neuen Herausforderungen. In diesem Bereich sind wir ebenfalls gut
aufgestellt und können mehrere Produkte anbieten.

 

Da der iGZ und der BAP nächstes Jahr voraussichtlich zusammengeführt werden, werden wir auch
beobachten, welche Tarifneuerungen uns erwarten.

 

Ansonsten denke ich, dass es in diesem Jahr für die Zeitarbeitsunternehmen wirtschaftlich wieder
aufwärts geht!